Wohnhaus Azmoos

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Goldstück

Auf einer länglichen Parzelle in einem typischen Einfamilienhausquartier aus den 80er Jahren steht ein goldenes Haus. Wie ein wertvoller Stein, der in der Sonne zu glänzen beginnt, liegt das Gebäude in der Landschaft und fügt sich erstaunlich leise und selbstverständlich in die Architektursprache und Farbigkeit der Umgebung ein. Das Grundstück bietet keine sonderlich attraktive Nachbarschaft, dafür aber eine umso schönere Fernsicht. Der lange, keilförmige Baukörper steht parallel zur Hangneigung und orientiert sich mit großen, trichterförmigen Fassadenöffnungen zum Garten und den umliegenden Bergen. Die Fensterleibungen nehmen durch ihre unterschiedlichen Öffnungswinkel Bezug zu den verschiedenen Landschaftsmotiven und Himmelsrichtungen. Wie die Gebäudeform, die sich auf den ersten Blick an die umgebende Architektur anpasst, um sich bei genauerem Hinsehen klar abzugrenzen, ist auch die Oberfläche nicht eindeutig zuzuordnen. Die goldene Fassade spielt mit dem Sonnenlicht und verändert wie ein Chamäleon permanent ihre Farbigkeit und den Gebäudecharakter.

  • Jahr: 2008
  • Bauherr: Privat
  • Kategorie: Projekt